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5 Tipps für mehr Lebensqualität im Krisen-Modus

Die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen sind ohne Zweifel richtig und wichtig, um unser aller Gesundheit zu schützen. Für Viele stellt aber die in der Quarantäne erlebte Isolation eine ungewohnte und belastende Situation dar. Die Gedanken kreisen öfter als sonst um die Gesundheit. Sorgen um den Job und die ungewissen wirtschaftlichen Perspektiven setzen uns zu. Angst entsteht immer dann, wenn uns die Sicherheit abhanden kommt. Damit man in neuen und ungewissen Situationen wieder Stabilität zurückgewinnt, sind zwei Dinge wichtig: Wir müssen verstehen, was uns widerfährt und wir brauchen das Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten, mit der neuen Situation zurechtzukommen.

 

Jetzt ist es an der Zeit Verantwortung zu übernehmen und den unbedingten Willen zu haben, persönlich zu wachsen. Es gibt niemand, der einem Lösungen vorkaut und niemand, der uns sagt, was jetzt richtig ist. Es gibt jetzt nur das sprichwörtliche „kalte Wasser“ in das wir jetzt springen müssen. Jetzt sind Verhaltensweisen gefragt, die bisher nicht gefragt waren, die nicht geübt wurden und vielen extrem schwer fallen. 

 

Für Ausnahme- und Krisensituationen gibt es bewährte Möglichkeiten, um die Schwierigkeiten so gering wie möglich zu halten. Wähle einfach aus, welche Tipps sich für dich passend anfühlen:

 

 

1. Bewusstsein stärken

Verstehen, was passiert:

Mache dir klar, dass die Lage zwar außergewöhnlich ist, aber alle Maßnahmen vorübergehend sind. Je besser wir uns an alle von den Experten empfohlenen Maßnahmen halten, desto eher kommt auch die „Normalität“ zurück. Tausche dich mit anderen über deine Gedanken zur gegenwärtigen Situation aus. Verschiedene Sichtweisen helfen uns, die Lage in all ihren Facetten gut zu verstehen.

 

Für Klarheit sorgen:

Sprich rechtzeitig und ruhig Verstimmungen und Irritationen an (bevor es durch Verdrängung zu einer emotionellen Explosion kommt). Sei in dieser Zeit großzügig und nachsichtig (sowohl gegenüber den Befindlichkeiten der anderen als auch gegenüber der eigenen ;-).

 

Werte leben:

Besonnenheit, Wertschätzung und Respekt sind Werte, die jetzt besonders gefragt sind, um Situationen positiv zu gestalten. Ebenso empfiehlt es sich, die Fehlerfreundlichkeit zu erhöhen, kooperativ und eine konstruktive Haltung einzunehmen (viele geben momentan ihr Bestes). 

   

 

Der richtige Blickwinkel ist vorteilhaft (Foto: Hebi B. auf Pixabay)
Der richtige Blickwinkel ist vorteilhaft (Foto: Hebi B. auf Pixabay)

2. Die Zeit zu Hause organisieren

Tagesablauf strukturieren:

Wenn der Alltag nur Zuhause stattfindet, gibt ein regelmäßiger Tagesablauf den Rahmen dafür. Strukturiere diesen mit Lern-, Arbeits- und Freizeiten.  

 

Rückzugsmöglichkeiten schaffen:

Achte auch auf Zeitfenster, in den sich jeder alleine beschäftigt. Schaffe – je nach Möglichkeit -  auch Rückzugsgelegenheiten für alle Familienmitglieder.

 

Wünsche und Bedürfnisse ansprechen:

Besprich mit allen im Haushalt lebenden Menschen, wie es jedem Einzelnen geht. Diskutiert miteinander, wie die Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden können. 

Auf einander achten und Verständnis für die Wünsche und Bedürfnisse aufbringen (Foto: Jills auf Pixabay)
Auf einander achten und Verständnis für die Wünsche und Bedürfnisse aufbringen (Foto: Jills auf Pixabay)

3. In Kontakt bleiben

Treffe dich "virtuell" mit anderen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten (online-Tools unterstützen dabei z.B. Skype, WhatsApp-Video, Face Time etc. ). Jeder Austausch mit anderen Menschen stärkt den Zusammenhalt und bewirkt eine positive Stimmung. Verabrede dich am Abend mit Freunden und trinkt z.B. ein Glas Wein "online"  miteinander.

 

In Kontakt bleiben mit anderen Menschen (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay)
In Kontakt bleiben mit anderen Menschen (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay)

4. Auf Machbares besinnen

Achte auf das, was nach wie vor in deinem Kontrollbereich liegt:

Setze dir täglich Aufgaben, die du erfüllen kannst. Mache etwas, wofür du dir „vor Corona“ keine Zeit nehmen konntest: Wichtige Informationen recherchieren, Schrank ausmisten, Fotos sortieren, Unterlagen ordnen, Frühjahrsputz durchführen, sich mal wieder bei alten Freunden melden usw.

 

Achte auf körperliche Aktivität:
Sport ist auch in den eigenen vier Wänden möglich. Im Internet gibt es eine große Auswahl an Ausdauer- und Krafttraining-Videos, für die man keine Geräte braucht.

 

Ernähre dich gesund:
Das ist die Basis für körperliche und mentale Stärke. Erstelle einen Speiseplan für die ganze Woche und achte dabei auf ausgewogene Zutaten.

 

Schaffe positive Erlebnisse und Empfindungen:
Eine bewusste Dankbarkeit für das, was man hat und ist, stärkt dich und dein Umfeld. Sei dankbar, nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht!

 

Wende bewährte Entspannungsmethoden an und achte auf mentale Ausgewogenheit: 
Entdecke beispielsweise spezielle Atemtechniken, Mental-Reisen oder Yoga für dich  – da gibt es ganz tolle Seiten im Internet! 

 

Beobachte dich selbst:

Was empfindest Du, wenn du „zu viel denkst“ oder „zu sehr fühlst“. Experimentiere damit, jeweils mehr vom anderen anzuwenden. Oft denken wir ohne zu fühlen oder fühlen ohne zu denken. Wenn beides ausgewogen zum Zuge kommt, kannst du dein Empfinden regulieren, wenn es für dich eng wird. 

 

Humor in allen Lebenslagen:

Übe in Situationen, die bei dir Spannung erzeugen, mit Humor zu begegnen. Heiterkeit löst die Spannungen und lässt uns relativieren. Wir erzeugen durch Humor eine wohltuende Distanz zu den Dingen. Dann ist die Situation gleich ein bisschen "weniger schlimm“.

 

Nutze die Zeit für Dinge, die du dir bisher nicht nehmen konntest (Foto: StockSnap auf Pixabay)
Nutze die Zeit für Dinge, die du dir bisher nicht nehmen konntest (Foto: StockSnap auf Pixabay)

5. Achtsamer Medienkonsum

Seriöse Quellen auswählen:

Prüfe gerade in Aufnahmezeiten sorgfältig, welchen Medien du Vertrauen schenkst. Klare und seriöse Berichterstattung gibt uns Orientierung in unübersichtlichen Zeiten und das sichere Gefühl, dass alle intensiv an guten, tragfähigen Lösungen arbeiten.

 

Obacht bei Meinungsmache und Fake-News:

Übernimm nicht ungefiltert Meinungen aus dem Netz, prüfe die Sachverhalte auf Ihre Seriosität und Aktualität. Meinungsfreiheit ist wichtig wird aber von manchen Zeitgenossen ausgenutzt, um Ängste zu schüren und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Tausche dich auch hierzu virtuell mit Freunden und Bekannten aus.

 

Abschalten!

Gönne dir zwischendurch Pausen vom Medienkonsum, um die erhaltenen Informationen verarbeiten und einordnen zu können (siehe Punkt 1 „Bewusstsein stärken“). 

Limitiere für dich (und für deine Kinder) die Zeit im Internet indem du andere attraktive Angebote machst oder findest (z.B. Verkleiden mit den aussortierten Anziehsachen und lustige Selfies posten oder witzige Collagen mit den aussortierten Fotos machen). 

Achte auf klare und seriöse Berichterstattung (Gerd Altmann auf Pixabay)
Achte auf klare und seriöse Berichterstattung (Gerd Altmann auf Pixabay)

Finde dich in eine gute Haltung ein, die dich in dieser Wachstumsphase stärkt. Wenn du das Gefühl hast, dich im Kreis zu drehen, ist es Zeit aus der Reihe zu tanzen! Ich stehe dir als Coach und Beraterin auch online zur Verfügung. Nimm mit mir Kontakt auf und vereinbare mit mir einen virtuellen Termin. Dabei kannst du deine Gedanken ordnen und neue Möglichkeiten finden.  Meine Kontaktdaten findest du hier.

 

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