Guide für Führungskräfte: So holen Sie das Beste aus Ihrem Team heraus!

Es macht keinen Sinn, kluge Leute einzustellen und ihnen zu sagen, was zu tun ist. Wir stellen kluge Leute ein, damit sie uns sagen, was zu tun ist.“  Dieser Satz stammt von Apple-Ikone Steve Jobs. In unseren Führungsetagen ist sein Denkansatz aber noch kaum angekommen. Als Business-Coach treffe ich immer wieder Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter unbewusst blockieren und zugleich mäßiges Engagement und/oder hohe Fluktuation beklagen. 

 

Starre Arbeitsstrukturen sind passé,  wir arbeiten so selbständig und frei wie nie zuvor. Gerade deshalb ist gute Führung für den Teamerfolg wichtiger denn je. Klingt paradox? Nur auf den ersten Blick. 

 

Was braucht ein Team von seinem Leader, um das vorhandene Potenzial der Mitglieder optimal zum Wohl des Unternehmens auszuschöpfen? Hier die wichtigsten Punkte: 

Schlüsselfaktoren: Vertrauen & Sicherheit

Selbst die exzellentesten Fußballer ergeben nicht automatisch eine schlagkräftige Elf. In Zeiten der vernetzten Wirtschaftswelt tun Führungskräfte gut daran, nicht Einzelkämpfer zu pushen, sondern etwas zu aktivieren, was Experten „kollektive Intelligenz“ nennen. 

 

Mitarbeiter agieren als Team dann grandios, wenn sie  

  • ein gemeinsames Gefühl für Verantwortung haben
  • sich gefühlsmäßig aufeinander einlassen und gegenseitig zu unterstützen 
  • einheitlich definieren, was Erfolg in der Praxis bedeutet

Damit solche kollektiven Werte wachsen können und real gelebt werden, braucht es vor allem: Vertrauen und Sicherheit. Kann ich in der Gruppe offen aussprechen, was ich denke? Ohne Angst, ausgelacht, bloßgestellt oder gerügt zu werden? Wird mein Input geschätzt? Oder werden meine Ideen belächelt und gegen mich verwendet?

 

Studien belegen: Fühlen sich Mitarbeiter im Team sicher und gut aufgehoben, können sie als Mannschaft Herausragendes leisten. Sie sind kreativ, engagiert, bringen Ideen ein und können gemeinsam in der Organisation Fehler gut vermeiden bzw. beheben. 

Foto von Phillip Kofler auf Pixabay
Foto von Phillip Kofler auf Pixabay

Wie schaffen Sie als Führungskraft eine gute Vertrauensbasis?

  • Wertschätzen und begrüßen Sie den Input Ihrer Mitarbeitenden. Ein ernst gemeintes "Danke" kann nie zu viel sein.
  • Informieren Sie Ihr Team aktiv, binden Sie es in Entscheidungen und Diskussionen ein.
  • Fördern Sie durch klare Spielregeln die Team-Sicherheit (z.B. kommen alle zu Wort und Jeder darf im Meeting ausreden usw.)
  • Bleiben Sie authentisch – gerade in unangenehmen Situationen. Jeder kennt Momente eigener Unsicherheit. Gestehen Sie es ehrlich ein! Menschen interpretieren das nicht als Schwäche, sondern empfinden es in der Regel gewinnend und glaubwürdig.

 

Foto: Unsplash, Brooke Lark @brookelark
Foto: Unsplash, Brooke Lark @brookelark

Lass uns bei der Sache bleiben!

Hohes Wohlbefinden im Team bedeutet nicht, dass es sich um eine Komfortzone mit Kuscheltendenzen handelt. Konflikte sind normale Begleiterscheinungen beim Zusammenleben und Zusammenarbeiten. Wo Menschen miteinander leben und arbeiten, treffen unterschiedliche Sichtweisen, Bedürfnisse und Interessen aufeinander. Diese können und dürfen nicht unterdrückt, sondern sollen offen angesprochen werden. Jede unterschiedliche Betrachtungsweise kann im Hinblick auf das Ziel und auf Augenhöhe angesprochen und diskutiert werden (ohne persönliche Angriffe oder Vorwürfe!). Differenzen im Hinblick auf Lösungen zu diskutieren, steigern die Teamperformance deutlich! 

Wenn Sie das dafür nötige Klima und den gegenseitigen Respekt einräumen, haben Sie die besten Voraussetzungen geschaffen.

 

Länger zuhören als sprechen!

Die Mitglieder einer Gruppe haben unterschiedliche Persönlichkeiten, Bedürfnisse und Bildungs- und Erfahrungslevel. Je markanter die Unterschiede, desto wichtiger ist es, als Führungskraft ausgleichend einzuwirken. Dominantes Verhalten Einzelner und die gute alte "Schraubstock"-Mentalität sind da fehl am Platz. 

 

Signalisieren Sie, dass der Input jedes Mitglieds gleich wertvoll ist und haben Sie ein waches Auge auf die Redezeiten - speziell in Meetings. Diese sollten natürlich möglichst gleich verteilt sein. So fördern Sie, dass sich gerade auch junge, neue und ruhigere Mitarbeitende mit frischen Ideen vor den Vorhang trauen.

 

Generell schadet es nicht, den eigenen Redeschwall zu bremsen. Üben Sie sich – gerade als Leader – im aufmerksamen Zuhören. Das signalisiert dem Team Ihre Wertschätzung und stellt sicher, dass Ihnen – möglicherweise genialer – kreativer Input nicht (mehr) entgeht.

 

Photo by Annie Spratt on Unsplash
Photo by Annie Spratt on Unsplash

Das soziale Miteinander fördern!

Sorgen Sie für gleichmäßigen Austausch im Team. So ist sichergestellt, dass alle im Team auf demselben Wissensstand und gemeinsam auf dem richtigen Kurs sind. Regelmäßige Meetings erlauben nicht nur inhaltliches Reflektieren der Arbeit – die Teammitglieder lernen sich so besser kennen und können abstecken, wie die anderen ticken. Umso besser können sie sich in haarigen Stresssituationen aufeinander einstellen und Probleme gemeinsam lösen.

 

Das Reflektieren in der Gruppe wird oft dazu genutzt, das Ergebnis der Teamarbeit (in Zahlen) zu bewerten. Dieser Output ist aber nur ein Bruchteil der Gesamtleistung. Zu einer guten Team-Performance zählen erfolgreiche Verhandlungen, Planung oder kreatives Denken genauso – und verdienen, gewürdigt zu werden.

 

Guter Leader braucht neue Qualitäten!

Selbstorganisation braucht nicht weniger, sondern sogar mehr gute Führung. Ein guter Leader benötigt heute verfeinerte Kompetenzen, um Team-Intelligenz zu fördern und die Talente aller Mitglieder optimal für das Unternehmen zu nutzen. 

 

Stellen Sie sicher, dass in Ihrem Team alle Mitarbeitenden die Informationen haben und bekommen, die sie benötigen, um ihre Arbeit durchführen zu können. Lockern Sie die Entscheidungshierarchien und legen Sie den Wert auf die Kompetenzen Ihrer Mitarbeitenden, die unmittelbar mit dem Thema zu tun haben und sich daher mit der Situation am besten auskennen. Treffen Sie mit Ihrem Team klare Absprachen, welches Verständnis Sie von Hol- und Bringschulden haben. Wer informiert wen, wann, wie und über was. Arbeitskraft zu stärken und vorhandene Energien zweckmäßig auszurichten ist in disruptiven, komplexen und unvorhersehbaren Gegebenheiten die effizientere Strategie als Arbeitsplätze zu schützen. 

 

Sie möchten Ihr Team zu außergewöhnlichen Leistungen führen? Als Coach unterstütze ich Sie gerne dabei! Nehmen Sie mit mir Kontakt auf - ich freue mich darauf!

 

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